48. Gemeinderatssitzung vom 17. September 2026
Berichterstattungen der Ratssitzungen wie immer als Privatperson
Top 1 Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung, Beschlussfähigkeit und der Tagesordnung
- Zunächst begrüßte Bürgermeister Daniel Krause alle anwesenden Bürgerinnen und Bürger, die Ratsmitglieder, Hilke Bentes vom Isenhagener Kreisblatt sowie ganz besonders unsere neue Verwaltungsmitarbeiterin Doreen Mnich. 7 Ratsmitglieder waren anwesend, somit konnte der Bürgermeister Daniel Krause die Beschlussfähigkeit feststellen. Im Anschluss stellte Ratsmitglied Heiko Lehn den Antrag, das Thema „Beratung und Information zum Nahwärmenetz“ aufzunehmen. Dies wurde als neuer Tagesordnungspunkt 13 eingeführt.
Top 3 Bericht des Bürgermeisters (BM)
- Der Bürgermeister gab zunächst zwei überplanmäßige Ausgaben bekannt: Zum einen wurde eine Wildkrautbürste im Wert von 1.748,99 Euro angeschafft, um die eigenen Wege und Gossen sauber und frei zu halten – das Gerät wurde bereits erfolgreich eingesetzt und für gut befunden. Zum anderen handelte es sich bei der zweiten Ausgabe um eine Kapitalanlage in Höhe von 1.650,00 Euro als Hinterlegung für den IT-Verbund.
- Ein weiterer wichtiger Punkt betraf die Beschilderung inner- und außerorts, wozu der Bürgermeister das Beispiel eines Ortsschildes anführte. Vom Landkreis Gifhorn liegt hierzu eine schriftliche „Orientierungshilfe für verkehrsrechtliche Anordnungen“ mit einem Umfang von 21 Seiten (Stand August 2026) vor, die den Gemeinden als Hilfestellung für eine erste Prüfung verkehrsrechtlicher Anliegen dienen soll.
- Hinsichtlich der Straßenbeleuchtung wurde mitgeteilt, dass die Leuchtpunkte am Mittwoch und Donnerstag programmiert wurden und die vollständige Fertigstellung der Programmierung für Mitte der kommenden Woche geplant ist. Die Lampen werden dann wie folgt eingestellt sein: Die Hauptverkehrsstraßen (Hauptstraße, Hoitlinger Straße, Barwedel Straße sowie Bergfelder Straße) leuchten nachts durchgehend zu 100 %. Bei allen anderen Leuchten ist eine 100-prozentige Leuchtkraft bis 23:00 Uhr vorgesehen, welche in der Zeit von 23:00 bis 01:00 Uhr auf 50 % und ab 01:00 Uhr auf 20 % reduziert wird. Die vorhandenen Bewegungsmelder werden so programmiert, dass beim Betreten des Bereichs sowohl die jeweilige Lampe als auch jeweils zwei weitere Lampen für zwei Minuten auf 100 % Beleuchtung schalten. Diese Einstellungen laufen zunächst testhalber bis zum 31. Oktober. Zudem läuft noch die Umsetzung, zusätzliche Lampen am Drömlingsweg zu platzieren. Als allgemeiner Hintergrund gilt dabei, dass nur so viele Leuchtpunkte gefördert werden, wie zuvor auch vorhanden waren; die Maßnahme am Drömlingsweg wurde hierbei gesondert ausgewiesen, da sie nicht förderfähig ist.
- Ebenfalls berichtete der Bürgermeister über den aktuellen Stand zum Feuerwehrhaus in Hoitlingen. Hierzu stehen grundsätzliche drei Optionen im Raum: der Umbau des bestehenden Gebäudes, ein Neubau auf der Fläche des aktuellen Bolzplatzes (der dann auf Kosten der Samtgemeinde nach Norden verschoben werden soll) sowie eine private Fläche gegenüber dem Sportplatz auf der rechten Seite der Eischotter Straße ortsausgehend. Seitens der Samtgemeinde wurde in einem Schreiben vom 16. September mitgeteilt, dass die dritte Option geprüft wird; auf Nachfrage meinerseits bei der Samtgemeinde Brome wurde jedoch erklärt, dass diese private Fläche letztlich nicht infrage kommt. Die finale Entscheidung der Gemeinde soll in einer Ratssitzung im Oktober durch einen entsprechenden Beschluss gefasst werden.
- Abschließend wurde bekannt gegeben, dass unsere langjährige Verwaltungsangestellte Ina Langer am 9. September nach 14-jähriger Tätigkeit für unsere Gemeinde Tiddische im kleinen Kreis in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde. Dies fand im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens mit Bürgermeister Daniel Krause und der neuen Verwaltungsangestellten Doreen Mnich statt. Dabei wurden diverse Geschenke überreicht, darunter ein Präsent mit der Aufschrift: „Danke für 14 Jahre Herz, Einsatz und Engagement für die Gemeinde Tiddische.“
Top 4 Einwohneranfragen (max. 15 Minuten)
- Ein Hoitlinger Einwohner erkundigte sich nach dem aktuellen Stand der Gesundheitslotsin. Daraufhin teilte der Bürgermeister mit, dass aktuell noch auf den Förderbescheid gewartet wird. Laut Auskunft des Gesundheitsministeriums in Hannover sollte dies jedoch nicht mehr allzu lange dauern.
- Der Sportverein aus Tiddische reichte eine Anfrage zum aktuellen Stand verschiedener Anträge ein, darunter Maßnahmen für den Ballfangzaun, die Beseitigung toter Bäume, Mähroboter, eine Beregnungsanlage sowie die Kostenübernahme für die Entsorgung der Osterfeuerasche. Dazu wurde vonseiten der Verwaltung erläutert, dass am 11. August der Förderantrag für die Beregnungsanlage gestellt wurde. Am 14. August folgte ein weiterer Antrag für die Beregnungsanlage in Hoitlingen. Da Anträge im Rahmen der Dorfregion derzeit oberste Priorität genießen, werden die übrigen Anliegen im Anschluss bearbeitet.
- Hinsichtlich der Nachfrage wegen der Osterfeuer-Asche wird sich die Gemeinde nochmals direkt an den Vorstand des Sportvereins aus Tiddische wenden, um weitere Informationen einzuholen.
Top 5 Beratung/Beschluss – „Leuchtturm“ Bürgerhaus Tiddische – Auftragsvergabe Umbau Elektroinstallation betreffend externer Stromeinspeisung
- Im Samtgemeindeausschuss wurde ebenfalls thematisiert, dass die Bürgermeister dort nachgefragt haben, wie weit der Landkreis Gifhorn mit seinen Ausstattungsrichtlinien ist. Da diese Richtlinien bis dato noch nicht fertiggestellt sind, kann die Gemeinde erst danach final entscheiden, ob das Bürgerhaus als echter Katastrophenschutzleuchtturm als Anlaufstelle für Bürger im Falle eines längeren Stromausfalls eingerichtet wird. Dazu bedarf es zunächst der Möglichkeit, das Bürgerhaus mit einer externen Stromquelle wie einem Stromaggregat zu speisen, was nun durch eine Elektrofirma umgesetzt wird, während alles Weitere die Anschaffung von Feldbetten, einem Notstromaggregat, Erster-Hilfe-Ausrüstung, einer autarken Heizung und vielem mehr umfasst. Zunächst einmal wurde die Vergabe für die Installation einer externen Stromeinspeisung einstimmig beschlossen, wobei die Kosten für die Umrüstung und den Aufbau von den Gemeinden komplett selbst getragen werden, da es keinerlei Zuschüsse gibt.
- Des Weiteren bedarf es im Notfall des Einsatzes freiwilliger Bürgerinnen und Bürger, die sich dazu bereit erklären, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wobei sich einige bereits in die Liste eingetragen haben und sich Interessierte bitte an das Gemeindebüro wenden können.
Top 6 Beratung/Beschluss – Auftragsvergabe Fenstertausch Küche im Bürgerhaus Tiddische
Der Zahn der Zeit ist auch an einem Küchenfenster im Bürgerhaus nicht spurlos vorübergegangen, weshalb der Austausch hierfür ebenfalls einstimmig beschlossen wurde. In diesem Zuge wurde von einem Ratsmitglied angeregt, auch die Dichtungen sämtlicher Fenster überprüfen zu lassen.
Top 7 Beratung/Beschluss – Inanspruchnahme von Flächen der Gemeinde Tiddische für Ausgleichsmaßnahmen betreffend dem Weiterbau der A 39 durch die Autobahn GmbH
- Bereits Mitte der 2010er Jahre suchte die zuständige Behörde im Zuge des Ausbaus der Autobahn A39 nach geeigneten Ausgleichsflächen, woraufhin sich der damalige Gemeinderat dazu entschloss, zwei gemeindeeigene Flächen zur Verfügung zu stellen. Bei der ersten Fläche handelt es sich um einen Acker in Hoitlingen, der südlich der alten Kieskuhle am Wolfsburgerweg in der Gemarkung Hoitlingen (Flur 4, Flurstück 61/13, Lage: Bei dem Springe) liegt. Die zweite Fläche befindet sich in Tiddische in der Verlängerung des Rekenwegs in der Gemarkung Tiddische (Flur 8, Flurstück 26, Lage: Föhrdwiesen) und ist ein Gemeindewald. Bürgermeister Krause führte zu Beginn der Woche ein Gespräch mit der Autobahn GmbH, bei dem verschiedene Optionen erörtert wurden. Für die Ackerfläche wurde dabei ein Ankauf angeboten, was aus Sicht der Gemeinde jedoch die schlechteste Option darstellt, da für die Gemeinde voraussichtlich ein Flächentausch in Betracht kommt. Im Gegensatz dazu ist für die Waldfläche in Tiddische vorgesehen, dass diese von der Autobahn GmbH gekauft und in einen Naturwald umgewandelt wird, sodass dort keine Bewirtschaftung durch Forstwirtschaft und dergleichen mehr stattfindet. Abgestorbene Bäume sollen als Totholz einfach vor Ort liegen bleiben. In diesem Zusammenhang muss allerdings noch geklärt werden, wie es sich mit der Verkehrssicherungspflicht verhält, da der Wald direkt an einem geteerten Feldweg liegt.
Top 8 Beratung/Beschluss – Stellungnahme der Gemeinde Tiddische zum sachlichen Teilprogramm „Wind“ 2. Auslage - Regionalverband Braunschweig
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Hintergrundinfo zur 2. Stellungnahme:
Der Regionalverband Braunschweig hat das finale Auslegungskonzept für den Teilregionalplan Windenergie überarbeitet, nachdem beim ersten Entwurf über 1.600 Stellungnahmen eingegangen sind. Die Anregungen daraus wurden geprüft und haben dazu geführt, dass einzelne Vorranggebiete angepasst oder gestrichen wurden. Mit der zweiten Auslegung können Bürger, Kommunen und Verbände zu diesem konkretisierten Entwurf erneut Feedback abgeben, bevor der Teilregionalplan Windenergie final beschlossen wird.
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- Im vergangenen Frühjahr hatte die Gemeinde bereits eine Stellungnahme abgegeben, die in den aktuellen Berichten des Regionalverbands offenbar unberücksichtigt geblieben ist. Darin hatte die Gemeinde Tiddische die Windenergie grundsätzlich als wichtigen Baustein der erneuerbaren Energien begrüßt – insbesondere vor dem Hintergrund, dass durch die geänderte Erlösverteilung nun auch Bürger, Gemeinden und Vereine stärker profitieren. Um die Akzeptanz bei den Bewohnern zu wahren und die starke Umschließung von Hoitlingen zu berücksichtigen, hatte die Gemeinde im Interesse der Bürger konkrete Anpassungen gefordert: Zum einen sollte im Bereich VR WEN GIF_WOB 01 der Abstand der Windenergieanlagen zum südwestlich gelegenen „Wochenendgebiet An den Teichen“ ebenfalls 1.000 Meter betragen. Zum anderen war im Bereich VR WEN GIF 13 mit seinen großflächigen Waldgebieten im Osten darauf zu achten, dass möglichst kein Wald entfernt werden muss und keine Anlagen mitten im Wald entstehen, um insbesondere im Osten und Südwesten von Hoitlingen einen möglichen Schattenschlag zu verhindern. Ziel bleibe zwar eine unabhängige Energieversorgung und bestmöglicher Klimaschutz, jedoch stets mit der gebotenen Akzeptanz für die Anwohner.
Top 9 Beratung/Beschluss – Fortschreibung Dorfentwicklungsplan Dorfregion MADKA
- Es geht um Top 11 & 12
Top 10 Beratung/Beschluss – Projekt Verbindungsweg Bergfelder Straße – Birkenweg
- Dieses Projekt befindet sich nun in der Endphase und soll zeitnah umgesetzt werden. Der Verbindungsweg verläuft vom Birkenweg links am Friedhof entlang bis hin zur Bergfelder Straße. >>>KLICKEN<<<
Top 11 Beratung/Beschluss – Projekt Dorfmitte Hoitlingen
- Das geplante Projekt zur Aufwertung des Dorfplatzes in Hoitlingen und zur Sanierung des Glockenturms sieht vor, den zentralen Dreh- und Angelpunkt des Ortes zwischen Lindenstraße und der Straße „Am Sportplatz“ grundlegend zu optimieren und zu einem echten Aushängeschild zu machen. In den Planungen ist vorgesehen, den verkehrsgeprägten Platz durch ein markantes Oval zu strukturieren, das eine Überdachung, integrierte Schaukeln sowie Info- und Anzeigetafeln bieten soll. Für mehr Verkehrssicherheit gegenüber der Lindenstraße sind künftig begrünte Hainbuchenhecken angedacht, während diverse Sitzmöglichkeiten, Fahrradstellplätze mit E-Lademöglichkeit und ein Trinkwasserbrunnen die Aufenthaltsqualität steigern könnten. Die beiden großen Eichen auf der Rasenfläche sollen in jedem Fall erhalten bleiben und zusätzliche Fledermauskästen bekommen, zudem ist geplant, die Freiflächen mit heimischen Wildblumen und Sträuchern insektenfreundlich zu bepflanzen.Auf der gegenüberliegenden Seite der Wendeschleife soll das ehemalige, von Vereinen genutzte Kalthaus gestalterisch in das Gesamtkonzept eingebunden werden: Angedacht ist, dass alle baulichen Anlagen einen einheitlichen neuen Anstrich erhalten, ergänzt durch teilweise Fassadenbegrünungen. Zudem soll der historische Glockenturm der alten Schule im Rahmen der Maßnahmen überarbeitet werden, wofür die Montage eines neuen Geländers und die Instandsetzung der Turmuhr angedacht sind, um ihn wieder voll funktionstüchtig zu machen. Ob und in welcher Form diese Entwürfe und Planungen final umgesetzt werden, bleibt jedoch noch abzuwarten; es handelt sich hierbei um die Konzeption für einen künftigen Treffpunkt der Dorfgemeinschaft, der historischen Charme mit modernen Elementen verbinden könnte.
- Das geplante Projekt zur Umgestaltung und Aufwertung des Grillplatzes in Tiddische sieht vor, den Bereich am Rekenweg grundlegend zu modernisieren und funktional neu zu gliedern. In den Planungen ist angedacht, das Gelände mit einer klaren Struktur auszustatten, die sowohl Aufenthaltsqualität für die Dorfgemeinschaft bietet als auch Feste wie das Osterfeuer unterstützt
. Vorgesehen sind unter anderem ein offenes Holztragwerk als Überdachung, flexible Sitzbereiche, integrierte Theken- und Lagerstrukturen sowie Infotafeln, Fahrradbügel und Spiel- oder Informationselemente wie Fledermaus- und Nistkästen . Auch ökologische Aspekte wie insektenfreundliche Wildblumenflächen, Hainbuchenhecken als Windschutz und Pflanzungen fließen in das Konzept ein . Zudem sollen technische Anlagen wie eine Beleuchtung, ein Trinkwasserbrunnen sowie Abwasser- und Elektroanschlüsse installiert werden . Gemäß der vorliegenden Kostenschätzung nach DIN 276 belaufen sich die Gesamtkosten für das Projekt auf rund 560.341,25 Euro inklusive Mehrwertsteuer . Ob und in welcher Form diese Planungen final umgesetzt werden, bleibt jedoch noch abzuwarten; es handelt sich hierbei um eine konkrete Entwurfs- und Kostenplanung für die künftige Entwicklung des Areals.
Top 13 Beratung & Information Nahwärmenetz
Zum Projekt des Nahwärmenetzes wurde ausgeführt, dass der Betreiber der Biogasanlage, Heiko Lehn, angeregt hat, die laufenden Verträge auf ihn zu übertragen, um das Nahwärmeprojekt weiter voranzutreiben. Dabei wies er darauf hin, dass die aktuell 34 Interessenten in Tiddische sich einstimmig dafür ausgesprochen hatten, dass er diese Übernahme durchführt. Es muss nun geprüft werden, unter welchen Bedingungen eine Umsetzung durch ihn erfolgen kann, wobei ein wesentlicher Vorteil darin läge, dass er als Privater die Ausschreibungen nicht nach strengen kommunalen Vorgaben durchführen muss, sondern durch bestehende Verhandlungsmöglichkeiten alles kostengünstiger realisieren könnte.
Zudem warf Heiko Lehn die Frage auf, ob sich die Gemeinde in irgendeiner Form an dem Projekt beteiligen oder dieses finanziell unterstützen möchte, wovon die Kommune im Gegenzug durch zusätzliche Steuereinnahmen profitieren würde. Ursprünglich lagen die Planungskosten bei rund 470 Euro pro laufendem Meter, was auf die geplante Verlegung von Stahlleitungen zurückzuführen war; der Planer hat jedoch angeregt, auf moderne Kunststoffrohre umzuschwenken, wodurch sich die Kosten auf 312 Euro pro laufendem Meter senken ließen. Durch diese Umstrukturierung und ein weiterhin bestehendes Beteiligungsinteresse der Gemeinde in Höhe von 350.000 Euro wäre es wohl auch möglich, dass sich zusätzlich Interessenten aus Hoitlingen an das Netz anschließen lassen können.
Wer aktuell Interesse an dem Nahwärmenetz hat, möchte sich bitte an Heiko Lehn wenden.
Kritik gab es von einem Gemeinderatsmitglied, das auch gleichzeitig im Beirat seinen Platz hat, darüber, dass dies nicht alles schon vorab mit dem Beirat besprochen und geklärt wurde.
Top 14 Anfragen, Anregungen, Kenntnisgaben
- Als ersten Punkt erwähnte Bürgermeister Daniel Krause, dass in der kommenden Woche die Seniorenfahrt stattfindet und diese bis auf einen Platz komplett ausgebucht ist.
- Ein Ratsmitglied erkundigte sich nach dem aktuellen Stand zur Umsetzung des Jugendtreffs im Bürgerhaus. Dazu wurde erläutert, dass die Förderbescheide Ende August eingetroffen sind. Im Anschluss an den entsprechenden Ratsbeschluss vom Juli war die Samtgemeinde angeschrieben und darum gebeten worden, das Thema Betreuung in den anstehenden Sitzungslauf – mit letzter Sitzung am 27. August – aufzunehmen, was jedoch leider nicht umgesetzt wurde. Bis zum Zeitpunkt dieser Ratssitzung lag folglich noch keine Entscheidung seitens der Samtgemeinde vor. Bürgermeister Daniel Krause äußerte die Vermutung, dass es aufgrund der Neuwahlen und der daraus resultierenden Umstrukturierungen voraussichtlich erst im März zu einer Entscheidung kommen wird.
- Ein weiteres Ratsmitglied regte an, künftig Allris (ein digitales Sitzungsmanagement- und Ratsinformationssystem) oder die Nutzung einer Cloud wie beispielsweise Dropbox einzusetzen. Hintergrund dieses Vorschlags ist, dass teilweise sehr große Dateien an die Ratsmitglieder versendet werden, welche von einigen E-Mail-Servern aufgrund ihrer Dateigröße abgelehnt werden und somit nicht ankommen. Ein anderes Ratsmitglied fragte in diesem Zusammenhang nach der Sicherheit bei der Nutzung einer Dropbox. Durch spätere Recherchen konnte jedoch versichert werden, dass es verschiedene Modelle der Dropbox gibt – von Tarifen für Privatanwender bis hin zu Varianten, die vollständig DSGVO-konform (Datenschutz-Grundverordnung) arbeiten.
- Zudem wurde darauf hingewiesen, dass kürzlich die 100-Jahr-Feier der christlichen Gemeinschaft in Tiddische stattgefunden hat. Bedauerlicherweise war von den Ratsgremien lediglich ein weiteres Ratsmitglied anwesend, da der Bürgermeister an diesem Tag verhindert war und sich entschuldigen musste. Das anwesende Ratsmitglied äußerte sein Bedauern über diese geringe Resonanz seitens des Rates.
- In diesem Zusammenhang richtete ein weiterer Redner aus den Reihen des Rates den Blick auf das Miteinander bei Vereinsveranstaltungen und bedauerte offen, dass bei den vielen verschiedenen Aktivitäten im Ort oft kaum Vertreter anderer Vereine zu Gast sind – und das gilt leider sowohl für den Blick über die Ortsgrenzen hinaus als auch direkt im eigenen Dorf. Dabei wurde der Wunsch geäußert, eventuelle alte Reibereien oder Diskrepanzen endlich beizulegen und stattdessen gemeinsam einen echten Neustart zu wagen.Jeder Verein steckt unglaublich viel Herzblut in seine Arbeit und freut sich über ein schönes Echo, weshalb das oft ausbleibende Interesse durchaus schmerzt. Das sollte den Vorständen, aber ehrlich gesagt auch uns allen in der Gemeinde zu denken geben. Schließlich schüttelt man ein Fest oder eine Veranstaltung nicht einfach so aus dem Ärmel – hinter jedem Termin stecken oft Wochen oder Monate voller ehrenamtlicher Vorbereitung. Diese Mühe verdient es einfach, dass man sie honoriert, und sei es durch einen kurzen, aber wertschätzenden Besuch. Ein kleiner Appell ging dabei auch an all jene, die zwar manchmal das schrumpfende Angebot kritisieren, den Weg zu den verbleibenden Veranstaltungen dann aber selbst nicht finden. Ein lebendiges Dorfleben lebt eben davon, dass man füreinander da ist, sich gegenseitig unterstützt und das Miteinander mit Leben füllt.
- Ergänzend dazu gab Bürgermeister Daniel Krause bekannt, dass sich am kommenden Wochenende die Feuerwehr, der Sportverein, die Junge Gesellschaft und der gemischte Chor in Hoitlingen zusammenschließen, um gemeinsam einen Dorfverein zu gründen. Ziel dieses Zusammenschlusses ist es unter anderem, künftige Veranstaltungen wie das Sommerfest gemeinsam zu gestalten. Persönlich möchte ich dazu sagen, dass ein solches Vorgehen auch für Tiddische eine sehr gute und wünschenswerte Idee wäre, die man ebenfalls ins Auge fassen sollte.
- Vom selben Ratsmitglied wurde zudem bemängelt, dass es für Bürger oft schwierig ist, sich sachgerecht einzubinden, wenn ein Thema das erste Mal auf der Tagesordnung steht und direkt in derselben Sitzung auch beschlossen wird. Zwar wird der Tagesordnungspunkt der Einwohneranfragen zu den aktuellen Tagesordnungspunkten nach wie vor ausdrücklich begrüßt, jedoch führt diese Handhabung in der Praxis gelegentlich dazu, dass Bürger ihre Anliegen nicht mehr rechtzeitig umsetzen oder einbringen können.Bürgermeister Daniel Krause erklärte daraufhin die zugrundeliegende Vorgehensweise und wies darauf hin, dass auf der Tagesordnung zwar „Beratung und Beschlussfassung“ stehen muss, wenn grundsätzlich ein Beschluss gefasst werden soll, dies jedoch keineswegs zwingend bedeutet, dass in derselben Sitzung auch tatsächlich sofort ein Beschluss gefasst werden muss.
Top 15 Einwohneranfragen
- Ein Einwohner gab den Hinweis, dass ein Befall von Eichen am Osterfeuerplatz festgestellt wurde. Dazu wurde erwidert, dass diese betroffenen Bäume in regelmäßigen Abständen abgesaugt werden. Darüber hinaus wurde angemerkt, dass es auch auf dem Friedhofsgelände Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner gibt.
- Ein Vertreter des Sportvereins stellte die Frage, ob eine Ausarbeitung für sein Projekt des „Rundlings-Treffpunkts“, welches er in einer der vorherigen Ratssitzungen vorgestellt hatte, bereits in Arbeit ist. Des Weiteren wies er darauf hin, dass jeder einzelne Bürger eine eigene Stellungnahme zu der geplanten Windkraft abgeben kann. Auch wurde mitgeteilt, dass ein Antrag für die Mikroförderung eingereicht wurde, bei dem es um das Thema Beregnung geht; darüber hinaus betrifft dies eine Fläche am Sportplatz, die als Begegnungsstätte für das Ehrenamt benannt wurde und auf der eine Schotterfläche mit Sitzmöglichkeiten entstehen soll. Bürgermeister Daniel Krause wies in diesem Zusammenhang ergänzend darauf hin, dass es fast unmöglich ist, auf den bereitgestellten Fördertopf zuzugreifen, weil dieser durch den enormen Andrang innerhalb von wenigen Sekunden zusammenbricht, sodass das Fördergeld beim finalen Durchkommen bereits vergriffen war.
- Ein an der Landesstraße 291 zwischen Tiddische und Barwedel wohnhafter Anwohner stellte die Frage, ob die Sanierung der Ortsdurchfahrten noch bevorsteht. Daraufhin antwortete Bürgermeister Daniel Krause, dass diese Maßnahme nach wie vor für das Jahr 2027 geplant ist. Er schränkte jedoch ein, dass es möglicherweise nicht dazu kommen wird, da im Zuge der Ortsdurchfahrt Jembke an der Bundesstraße 248 Probleme aufgetreten sind und diese von Grund auf saniert werden muss. Aus diesem Grund vermutet er, dass die Landesstraßenbehörde mit Sicherheit nicht beide Straßen zeitgleich sperren wird, weshalb es in unserem Ort eventuell zu einer weiteren Verzögerung kommen kann. In diesem Zusammenhang wurde ergänzend darauf hingewiesen, dass ursprünglich auch geplant war, in den Sommerferien eine Oberflächenbehandlung für Tiddische durchzuführen. Dazu ist es bedauerlicherweise ebenfalls nicht gekommen, obwohl eine solche Maßnahme dringend nötig wäre.
- Zudem wurde angefragt, wie es um die Geschwindigkeitsmessanlagen steht. Der Anwohner hatte sich die Messwerte angeschaut und fand es mehr als erschreckend, mit welchen Geschwindigkeiten in Tiddische rein- und rausgefahren wird, weshalb er die Frage stellte, ob diese Ergebnisse auch einmal in einer Gemeinderatssitzung präsentiert werden. Dazu möchte ich persönlich sagen, dass es eigentlich nicht angedacht ist, solche Daten in einer Ratssitzung vorzustellen, da die Messergebnisse für jedermann online auf der Seite https://tiddische.hoitlingen.de/uebersicht.html einsehbar sind. Der Bürger äußerte daraufhin den Gedanken, ob es nicht auch wünschenswert wäre, wenn die Presse darüber berichten würde, und erkundigte sich zudem, ob diese Messdaten auch dem Landkreis zur Verfügung gestellt werden. Bürgermeister Daniel Krause antwortete darauf, dass bereits im März dieses Jahres Daten an den Landkreis geschickt wurden. Ergänzend wurde dazu mitgeteilt, dass die Gemeinde inzwischen eine weitere Geschwindigkeitsmessanlage angeschafft hat, welche voraussichtlich in der 41. Kalenderwoche geliefert werden soll. Im Anschluss ist geplant, dass alle drei Messanlagen in beiden Orten zeitnah durch den Gemeindemitarbeiter und mir installiert werden.
- Abschließend stellte derselbe Anwohner noch eine Frage zum Wiesenweg und dem dortigen „Anlieger frei“-Schild. An dieser Stelle zur Info: Seitens der Gemeinde war ursprünglich geplant, diese Straße umzuwidmen, weshalb die entsprechende Beschilderung (Zeichen 260 in Kombination mit den Zusatzzeichen 1026-36 und 1028-33) vorübergehend entfernt worden war. Der Landkreis gab jedoch einige Zeit später zu bedenken, dass eine solche Umwidmung voraussetzt, dass die Straße verbreitert werden muss – wobei die Kosten dafür komplett von der Gemeinde zu tragen wären. Daraufhin hat sich die Gemeinde entschlossen, es doch bei dem ursprünglichen Zustand zu belassen.Aus diesem Grund wurde an der Ecke Barwedeler Straße nun wieder ein „Anlieger frei“-Schild unter dem bestehenden Tempo-30-Zone-Schild montiert; ein gleiches Schild wird zudem am anderen Ende der Straße beim neuen Straßenschild „Wiesenweg“ angebracht. Die neue Beschilderung bedeutet, dass eine Durchfahrt künftig ausschließlich für Anlieger erlaubt ist. Ausdrücklich gilt dies jedoch nicht für Anwohner des Wiesenrings, welche für ihre Zufahrt stattdessen weiterhin den Rekenweg nutzen müssen.
- Ein weiterer Anwohner erkundigte sich im Zuge der Planungen für die Windparks, ob bei den Überlegungen für die kommenden 20 bis 30 Jahre auch berücksichtigt wurde beziehungsweise wird, die Anlagen in einem solchen Abstand zum Ort aufzustellen, dass spätere Entwicklungen wie etwa neue Baugebiete nicht eingeschränkt werden. In diesem Zusammenhang wurde zudem die Berücksichtigung von potenziellen Ausgleichsflächen im Zuge des Baus der Bundesautobahn 39 angesprochen.Bürgermeister Daniel Krause entgegnete darauf, dass in dem genannten Zeitraum ohnehin keine neuen Baugebiete geplant sind, da sich die aktuellen Planungen stattdessen voll und ganz auf die Stärkung und Innenentwicklung des Ortskerns konzentrieren – aktuell in enger Verbindung mit dem Programm zur Dorfentwicklung an der Kleinen Aller.
- Eine Bürgerin richtete daraufhin eine Nachfrage zum geplanten Windpark an den Bürgermeister. Vorweg merkte sie an, dass für sie die persönliche Lebensqualität im Ort deutlich wichtiger ist als eventuelle finanzielle Zahlungen an die Bürger, auch wenn sie es grundsätzlich positiv bewertet, wenn dadurch Einnahmen für die Gemeinde und die Vereine generiert werden. Ihre direkte Frage zielte darauf ab, ob die Gelder, die Gemeinde und Vereine durch den Windpark einnehmen, auch im vollen Umfang als eine Art indirekte Entschädigung für die Bürger in der Gemeinde verbleiben, die schließlich die Beeinträchtigungen durch die Anlagen zu tragen haben.Bürgermeister Daniel Krause verwies in seiner Antwort auf das vom Gesetzgeber beschlossene Beteiligungsgesetz (NWindPVBetG). Demnach ist für die Gemeinde ein Betrag von 0,02 Cent pro erzeugter Kilowattstunde vorgesehen, wobei die Hälfte davon an die Samtgemeinde abgeführt werden soll. Er ergänzte, dass in der jüngsten Bürgermeisterrunde aller angeschlossenen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Brome deutlich geworden ist, dass keiner der Bürgermeister bereit ist, von diesem Gemeindeanteil etwas an die Samtgemeinde abzugeben.An dieser Stelle sei ergänzend aus eigenem Informationsstand und ohne Gewähr zur aktuellen Diskussion um den Akzeptanzbeitrag (unter anderem von einer Infoveranstaltung in Bergfeld) festgehalten:
- Gemeindeanteil: Die Gemeinde soll 0,02 Cent pro erzeugter Kilowattstunde erhalten (wovon die genannte Hälfte an die Samtgemeinde fließen soll).
- Vereinsförderung: Pro errichtetem Windkraftanlagen-Standort sollen jährlich 3.000 Euro an die Vereine fließen. Nach bisherigem Kenntnisstand ist dies jedoch nicht auf Ortsebene (aufgeteilt nach Tiddische oder Hoitlingen) gedacht, sondern wird pro politischer Gemeinde (also für die Gemeinde Tiddische als Ganzes, neben Bergfeld und Parsau) berechnet und unter den dortigen Vereinen aufgeteilt.
- Direktbeteiligung für Bürger: Nach letztem Kenntnisstand ist zudem vorgesehen, dass jeder Einwohner für die ersten 3.000 Kilowattstunden seines Stromverbrauchs einen Nachlass oder eine Vergütung von 6 Cent pro Kilowattstunde erhalten soll, was rechnerisch einer Entlastung von rund 180 Euro im Jahr entspricht.
- Ein Bürger erkundigte sich im weiteren Verlauf noch einmal danach, wie es um die Versetzung des Ortsschildes steht und ob dies weiterhin ein Thema ist. Bürgermeister Daniel Krause antwortete darauf, dass – wie bereits im Bericht des Bürgermeisters unter TOP 3 erwähnt – seitens des Landkreises Gifhorn inzwischen eine schriftliche Orientierungshilfe für verkehrsrechtliche Anordnungen vorliegt und das Thema der Ortsschildversetzung im Gemeinderat nach wie vor aktiv weiterverfolgt wird.
An dieser Stelle möchte ich mich einmal dafür entschuldigen, dass es stets einige Zeit in Anspruch nimmt, bis der Bericht der Ratssitzung online gestellt wird. Dies hat neben beruflichen Gründen, die natürlich ihre Zeit fordern, vor allem den Hintergrund, dass diverse Sachverhalte durch Telefonate recherchiert und nachbereitet werden müssen, da man während der Sitzung schlicht nicht immer alles sofort lückenlos mitschreiben kann – mein Anspruch ist es schließlich, die Berichte sorgfältig und so präzise wie möglich zu verfassen.
Gleichzeitig möchte ich mich bei all jenen bedanken, die ich im Nachgang meist telefonisch „belästige“, um exakte Informationen einzuholen. In diesem Zuge gebührt mein ganz besonderer Dank Peter Dietschmann – zum einen für sein bemerkenswertes Detailgedächtnis und zum anderen für seinen Hinweis zur Bürgerbeteiligung und Mitgestaltung bei Beschlussfassungen.


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